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Siegel im Überblick

Siegel für nachhaltige Stoffe und Accessoires gibt es mittlerweile unzählige. Doch welche Zertifizierung steht bei Eco-Fabrics und Zutaten für welche Eigenschaften und Kriterien und welche Bedeutung haben diese?

Die Präsenz von Experten der internationalen Zertifizierungs-Organisationen auf der MUNICH FABRIC START klärt im direkten Gespräch Fragen und informiert über die aktuellen Entwicklungen zu Nachhaltigkeit. Abgerundet um informative Vorträge und Panel Diskussionen.

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die relevantesten Standards und Zertifikate.

Siegel & Zertifizierungsorganisationen

BETTER COTTON INITIATIVE
Die „Better Cotton Initiative“ wurde ins Leben gerufen, um die weltweite Produktion von Baumwolle besser zu machen für die Menschen, die daran arbeiten, besser für die Umwelt, in der sie wächst, und besser für die Zukunft der Branche. Die BCI verbindet Menschen und Organisationen aus der gesamten Baumwollbranche, vom Feld bis zum Ladentheke, um messbare und kontinuierliche Verbesserungen für die Umwelt, die landwirtschaftlichen Betrieben und die Wirtschaft der baumwollproduzierenden Regionen zu erreichen.
www.bettercotton.org


BLUESIGN
Die Grundidee der Risikominimierung nach bluesign® system basiert auf Input Stream Management, also der Eliminierung von gefährlichen chemischen Substanzen von Anfang des Design- und Produktionsprozesses an. Gleichzeitig wird die Ressourcenproduktivität optimiert, was gesamthaft zu minimalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt führt.
www.bluesign.com


BUSINESS SOCIAL COMPLIANCE INITIATIVE
Die Business Social Compliance Initiative (BSCI) ist ein Verhaltenskodex, der sich u.a. mit Kinderarbeit, Arbeitszeit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie umweltfreundlicher Produktion auseinandersetzt.
www.bsci-intl.org


CONTENT CLAIM STANDARD
Der Content Claim Standard (CCS) [Standard über Bestandteilangaben] von Textile Exchange ist ein allgemeiner Produktkettenstandard, der verwendet werden kann, um die Identität jedes beliebigen Rohstoffes von der Herkunft bis zum Endprodukt nachzuverfolgen und zu bewahren. Er kann für jeden identifizierten Eingangs-Rohstoff angewendet werden und soll auf einer Business-to-Business-Grundlage Anwendung finden. Der CCS wird bei allen TE Standards als Produktkettenstandard verwendet.
www.contentclaim.org

 

COTTON MADE IN AFRICA (CMIA)
Cotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation, die durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe leistet, und so maßgeblich zur Armutsbekämpfung in Subsahara-Afrika beiträgt. Ziel ist es, die sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensumstände von Baumwollkleinbauern nachhaltig zu verbessern. In Schulungen vermittelt Cotton made in Africa den Baumwollbauern moderne, effiziente und umweltschonende Anbaumethoden, die ihnen helfen, die Qualität ihrer Baumwolle zu verbessern, höhere Ernteerträge und damit ein besseres Einkommen zu erzielen. 
www.cottonmadeinafrica.org/en

 

EU ECOLABEL
Basis des EU Eco-Labels ist die europäische Umweltverordnung, deren Ziel es ist, die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb und die Verwendung von Erzeugnissen zu fördern, die geringe Umweltauswirkungen haben. Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt: Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung, Verbraucherschutz, chemische Rückstände, nachhaltige Wassernutzung.
www.eu-ecolabel.de



ETHICAL TRADING INITIATIVE
Die Ethical Trading Initiative (ETI) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaften und nicht staatlichen Organisationen, der sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Arbeitern und ihren Familien in der globalen Wertschöpfungskette einsetzt.
www.ethicaltrade.org



FAIRTRADE CERTIFIED COTTON 
Das unabhängig kontrollierte FAIRTRADE-Certified Cotton Siegel steht für, dass die Baumwolle von Produzentenorganisationen stammt, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards einhalten. Fairtrade steht für stabile Mindestpreise, zusätzliche Sozialprämien für Gemeinschaftsprojekte und umfasst strenge Umweltstandards. Der Faire Handel hat das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der über 55.000 zertifizierten Baumwollbauern in Ländern des globalen Südens zu verbessern. Fairtrade-Standards gibt es für 16 Produktkategorien.
www.fairtrade-deutschland.de

FAIR FOR LIFE
Fair for Life ist ein Zertifizierungsprogramm für soziale Verantwortung und Fairen Handel entlang der gesamten Handelskette. Produzenten, verarbeitende Unternehmen und Markeninhaber haben die Möglichkeit zwischen zweierlei Zertifizierungen zu wählen: Eine „for Life Social Responsibility“-Zertifizierung stellt gute Arbeitsbedingungen, sowie sozial und ökologisch verantwortliches Handeln sicher.
Eine „Fair for Life Social & Fair Trade“-Zertifizierung deckt zusätzlich Fair-Handels-Kriterien ab. Verbraucher können darauf vertrauen, ein Produkt aus ethischer Produktion zu kaufen (volle Rückverfolgbarkeit).
www.fairforlife.org



FOREST STEWARDSHIP COUNCIL
Der FSC ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Strenge Kriterien, an denen die Bewirtschaftung der Wälder ausgerichtet werden soll, dienen dazu, unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt zu vermeiden.
www.fsc-deutschland.de



GLOBAL ORGANIC TEXTILE STANDARD
Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist ein Standard für organische Fasern, der sowohl ökologische als auch soziale Kriterien berücksichtigt. Er garantiert zudem eine biologisch textile Lieferkette. Der Standard gilt für Fasern, Garne, Stoffe und Kleidung. Kriterien für die Verarbeitung und Herstellung sind z.B.:

- Chemikalien unterliegen bestimmten Anforderungen an die Human- und Umwelttoxikologie sowie an die biologische Abbaubarkeit 
- alle Betreiber müssen sich an ökologische Richtlinien halten, einschließlich Verfahren zur Verminderung von Abfall und dessen Entsorgung
- basierend auf den Normen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen sich alle Betreiber an die dort definierten Sozialkriterien halten.

Textilwaren mit der Bezeichnung GOTS „organic“ müssen aus mindestens 95 % zertifiziert-biologischen Fasern stammen. Textilwaren mit dem GOTS-Label „made with organic“ müssen ein Minimum von 70 % zertifiziert biologischer Fasern aufweisen, von den restlichen 30 % dürfen jedoch höchstens 10 % aus synthetischen Fasern bestehen (bei Socken, Leggings und Sportswear sind es bis zu 25 %).
www.global-standard.org



GLOBAL RECYCLED STANDARD
Der Global Recycled Standard, v3 (GRS) [Globaler Recycling-Standard] von Textile Exchange dient der Verifizierung und Rückverfolgung recycelter Materialien von ihrer Herkunft bis zum Endprodukt. Der Standard beinhaltet soziale und ökologische Anforderungen an die Verarbeitung sowie Beschränkungen beim Einsatz von Chemikalien in GRS-zertifizierten Produkten. Er setzt voraus, dass mindestens 20 % aus recycelten Bestandteilen besteht. Die überarbeitete Version des Standards (v3) wurde im August 2014 veröffentlicht.
www.globalrecycled.org



IVN BEST
IVN BEST ist derzeit der Standard mit den höchsten Ansprüchen an textile Ökologie mit strikten ökologischen und sozialen Richtlinien. Er beinhaltet u.a. biologischen Anbau, Sicherheit am Arbeitsplatz, Verbraucherschutz, soziale Absicherung und chemische Rückstände. Textilien, die mit diesem Standard zertifiziert sind, müssen zu 100 % aus Naturfasern bestehen, die aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrolliert biologischer Tierhaltung stammen. Synthetische Fasern dürfen nur zu höchstens 5 % bei Zutaten oder in Ausnahmefällen bei elastischen Stoffen eingesetzt werden, beispielsweise bei Bündchen oder Spitze.
www.naturtextil.com



MADE IN GREEN by OEKO-TEX®
Made in Green by OEKO-TEX® ist ein unabhängiges Textil-Label für Verbraucherartikel und Halbfertig-Produkte, die aus schadstoffgeprüften Materialien, in umweltfreundlichen Produktionsbetrieben und unter sozial verantwortlichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Anhand der Produkt-ID in Form einer Prüfnummer bzw. eines QR-Codes auf dem Label kann man die Produkte nachverfolgen und mehr über ihre Herstellung erfahren.
www.oeko-tex.com/mig



MySTeP by OEKO-TEX®
Die MySTeP by OEKO-TEX® Datenbank bietet registrierten Nutzern von Markenanbietern, Herstellern und dem Handel die Möglichkeit, die Nachhaltigkeit ihrer gesamten Lieferkette anhand relevanter Leistungsmerkmale (KPIs) zu analysieren und managen.
www.oeko-tex.com/mystep



OEKO-TEX® STANDARD 100
Der OEKO-TEX® Standard 100 ist ein umfassendes, unabhängiges Zertifizierungssystem für schadstoffgeprüfte Textilprodukte aller Verarbeitungsstufen.
www.oeko-tex.com



ORGANIC CONTENT STANDARD
Der Organic Content Standard (OCS) [Standard über organische Bestandteile] ist ein Standard für die Rückverfolgung und Überprüfung der Bestandteile von biologisch erzeugten Materialien in einem Endprodukt. Der Organic Content Standard (OCS) gilt für jedes Non-Food-Erzeugnis mit 5 - 100 % biologisch erzeugten Rohstoffen. Mit ihm lassen sich das Vorhandensein und die Menge biologischer Rohstoffe in einem Endprodukt überprüfen. Damit wird der Rohstoffstrom von der Quelle zum Endprodukt rückverfolgt, und der Prozess wird durch eine akkreditierte unabhängige Stelle zertifiziert. Das ermöglicht eine transparente, durchgängige und umfassende unabhängige Bewertung und Überprüfung der Angaben zu biologischen Rohstoffbestandteilen auf den Erzeugnissen.
www.organiccontent.org



PROGRAMME FOR THE ENDORSEMENT OF FOREST CERTIFICATION
Das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) ist eine unabhängige Organisation zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards.
www.pefc.de



RECYCLED CLAIM STANDARD
Der TE Recycled Claim Standard [TE-Standard über Recyclingangaben] prüft das Vorhandensein und die Menge der recycelten Rohstoffe in einem Endprodukt, indem die Inputs und die Rückverfolgbarkeit (Chain of Custody) durch eine unabhängige Stelle verifiziert werden. Damit ermöglicht er eine transparente, konsistente und umfassende unabhängige Bewertung der Angaben über recycelte Bestandteile auf den Erzeugnissen.
www.recycledclaim.org



RESPONSIBLE DOWN STANDARD
Der Responsible Down Standard (RDS) von Textile Exchange ermöglicht es Firmen, sicherzustellen, dass die Daunen in ihren Produkten von artgerecht gehaltenen Gänsen stammen. Er garantiert, dass Daunen oder Federn von verantwortungsvoll gehaltenen Gänsen, Enten oder Wasservögeln stammen und dient der Rückverfolgung des Materials entlang der Wertschöpfungskette. Der Standard wurde in Zusammenarbeit mit Control Union und The North Face entwickelt. An einer neuen Version wird derzeit in einer internationalen Arbeitsgruppe gearbeitet, die von Textile Exchange gebildet wurde.
www.responsibledown.org



SOCIAL ACCOUNTABILITY 8000 STANDARD
SA8000 ist ein sehr strenger Sozialstandard, der u.a. die Rechte der Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatzbedingungen sowie die Einhaltung grundlegender Menschenrechte regelt.
www.sa-intl.org



STEP BY OEKO-TEX®
STeP („Sustainable Textile Production“) by OEKO-TEX® ist ein unabhängiges Zertifizierungs-Tool für Unternehmen der textilen Kette, die ihre Betriebsstätten im Hinblick auf nachhaltige und sozial verantwortliche Produktionsbedingungen analysieren, bewerten und optimieren möchten. Die Zertifizierung ist für Produktionsbetriebe aller Verarbeitungsstufen von der Faserherstellung über die Spinnerei und Weberei/Strickerei bis hin zu Veredlungsbetrieben und Konfektionären möglich.
www.oeko-tex.com/step